Wie ist das Studium aufgebaut?

Das Lehramtsstudium Sekundarstufe Allgemeinbildung gliedert sich in ein Bachelor- und ein Masterstudium.

Die Mindeststudiendauer beträgt 12 Semester (Bachelor: 8 Semester, Master: 4 Semester).

Sie wählen nach Interesse zwei Unterrichtsfächer (bzw. ein Unterrichtsfach und eine Spezialisierung) und erwerben in Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Seminaren, Übungen u.a.) fachwissenschaftliches und fachdidaktisches Wissen sowie Kenntnisse in den Allgemeinen Bildungswissenschaftlichen Grundlagen. Zudem absolvieren Sie Pädagogisch-praktische Studien.

Möchten Sie ein drittes Unterrichtsfach studieren, so ist dies über ein Erweiterungsstudium möglich.

Bachelorstudium: 100 ECTS pro Unterrichtsfach, 25 ECTS Pädagogisch-praktische Studien, 40 ECTS Allgemeine Bildungswissenschaftliche Grundlagen

Masterstudium: 35 ECTS pro Unterrichtsfach, 30 ECTS Pädagogisch-praktische Studien, 20 ECTS Allgemeine Bildungswissenschaftliche Grundlagen, 30 ECTS: Abschlussphase

Was sind die Studieninhalte?

 

Unterrichtsfächer

In den Unterrichtsfächern beschäftigen Sie sich mit Fachwissenschaft und Fachdidaktik. Sie erwerben fundierte Kenntnisse, Methoden sowie Denk- und Handlungsfiguren in der jeweils relevanten Wissenschaft . Dazu zählen die Kenntnis disziplinären Wissens, die Beherrschung grundlegender Methoden sowie die Einführung in wissenschaft stheoretische und –historische Fragestellungen. In der Fachdidaktik konzentrieren Sie sich auf zentrale fachdidaktische Inhalte, Theorien, Entwicklungsperspektiven und Anwendungsbereiche. So erwerben Sie die Fähigkeit, Fachunterricht unter Nutzung von aktuellen Unterrichtsmedien und -technologien situationsgerecht für SchülerInnen zu planen, ihren Leistungsstand zu diagnostizieren und Maßnahmen zur individuellen Unterstützung von Lernprozessen einzusetzen.

Inklusive Pädagogik (Fokus Beeinträchtigungen)

Die Spezialisierung in Inklusiver Pädagogik zielt im Bachelorstudium auf bestehende, sich in Veränderung befindende und sich zukünftig entwickelnde Tätigkeitsfelder zur Bildung von SchülerInnen mit Behinderungen, mit Lernschwierigkeiten sowie erheblichen sozialen und emotionalen Problemen im Bereich der Sekundarstufe ab.

In der Spezialisierung werden wissenschaftliche, didaktische und förderdiagnostische Grundlagen erworben, die dazu befähigen, für SchülerInnen mit erschwerenden (Lern-)Bedingungen im (sonder-)pädagogischen und/oder im inklusiven Setting bestmögliche Lernbedingungen zu schaffen und sie in ihren individuellen Bildungsprozessen professionell zu unterstützen und zu begleiten. Ein ressourcenorientierter Umgang mit Heterogenität stellt dabei die Grundlage adaptiven Unterrichts und inklusiver Schulentwicklung dar.

Studierende wissen um die Bedeutung der Erziehung zur Gleichstellung von Männern und Frauen und kennen Methoden zu deren Förderung. Die sich verändernde religiöse und kulturelle Zusammensetzung der Gesellschaft stellt die Schule vor immer neue Herausforderungen; die Studierenden lernen, diese Veränderungen als Aufgabe und Chance für die Weiterentwicklung von Unterricht und Schule zu betrachten.

Allgemeine Bildungswissenschaftliche Grundlagen

In den Allgemeinen Bildungswissenschaftlichen Grundlagen konzentrieren Sie sich auf Fragen zum LehrerInnenberuf und den institutionellen Bedingungen des Lehrens und Lernens. Sie werden bei Ihrer professionellen Entwicklung begleitet und lernen Ihre eigenen Erfahrungen und Beobachtungen einzuordnen und zu reflektieren. Dabei beschäftigen Sie sich mit grundlegenden Problemen und Theorien der Bildung, der Schul- und Bildungsforschung sowie mit allgemeiner Didaktik und empirischer Unterrichtsforschung. Sie können sich mit den Aufgaben von Schule und Unterricht sowie mit zentralen Fragen des Lehrens und Lernens im Unterrichtskontext kritisch auseinandersetzen und dazu begründet Position beziehen.

Pädagogisch-praktische Studien (PPS)

Die Pädagogisch-praktischen Studien (PPS) bilden ein weiteres zentrales Element des Studiums, das ein Erproben der theoretisch erworbenen Kenntnisse in der konkreten Praxis (an Schulen unterschiedlicher Schultypen) ermöglicht. Hochschuldidaktische Lehr- und Lernsettings, Feedback und Praxisreflexion gewährleisten und unterstützen das Herstellen des Theorie-Praxis-Bezugs.

Eine erste Phase (Orientierungsphase) früh im Studium dient der Orientierung im komplexen System Schule. Im weiteren Studienverlauf sind die Pädagogisch-praktischen Studien in den Unterrichtsfächern und den Allgemeinen Bildungswissenschaftlichen Grundlagen eingebettet. Wichtige Elemente sind analysierende Beobachtung, Hospitation und Reflexion von Unterrichtseinheiten sowie Planung, Durchführung und Evaluation von Unterricht. Darüber hinaus soll ein forschender Blick auf Schule ermöglicht werden.

Mit dem positiven Abschluss des Lehramtsstudiums Sekundarstufe Allgemeinbildung können Sie in unterschiedlichen Schultypen der Sekundarstufe unterrichten. Das Kennenlernen dieser Schultypen im Rahmen der Pädagogisch-praktischen Studien ist daher als Hilfestellung für den optimalen Einstieg in den LehrerInnenberuf vorgesehen.